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Protest gegen Müllverbrennung findet Unterstützung in der Politik
Porta Westfalica-Veltheim (Ly). In der Politik findet der Protest gegen Müllverbrennung im Veltheimer Kraftwerk weiterhin viele Unterstützer.
Reden hielten nach dem Sternmarsch Bürgermeister Stephan Böhme (SPD), Vize-Landrätin Birgit Härtel (SPD), Rintelns stellvertretende Bürgermeisterin Nina Weißer (Bündnisgrüne), die Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy (Schaumburg/SPD) und Inge Höger (Die Linke/Herford) sowie Hans Christian Markert (Kaarst), Landes-AG von Bündnis 90/Die Grünen.
Was spricht dagegen, eine Umweltverträglichkeitsprüfung aus freien Stücken anzustreben?", fragte Edathy die Betreiber. Seine Antwort: "Wer nichts zu verbergen hat, kann sich einem solchen Verfahren stellen.
Markert nannte das Kraftwerk eine alte Dreckschleuder, die längst abgeschrieben ist, mit der man aber noch schöne Profite machen kann". Grenzwerte, so Markert, würden politisch veranlasst. Lassen sie uns das bei der nächsten Wahl berücksichtigen. Es dürfe nicht sein, dass Bürger aus Porta und dessen Nachbargemeinden gegenüber Anliegern in der Nähe einer modernen MVA benachteiligt würden, kritisierte Bürgermeister Böhme im Hinblick auf unterschiedliche Grenzwerte. "Es gibt kein einziges Argument, dass diesen Menschen eine weit schlechtere Luft zugemutet wird. Wir verlangen den Einsatz von Filtern, die dem Stand der Technik entsprechen."
Nina Weißer will nicht hinnehmen, dass Verbraucher mit Strompreisen die Ausbeutung eines veralteten Kraftwerks zahlten - zu Lasten von Gesundheit und Umwelt. "Eon macht Gewinne, wir leiden? So nicht!" Allen sei klar, dass eine Verbrennung von Sekundärbrennstoffen aus abfallpolitischer Sicht nicht notwendig sei, betonte Birgit Härtel. "Die vorhandenen Kapazitäten reichen aus, diese Abfälle auch anders zu entsorgen. Inge Höger nannte die Mitverbrennung von Industriemüll einen Skandal. "Hier soll Schindluder mit der Gesundheit einer ganzen Region getrieben werden", sagte sie. Dies geschehe aus reinem Profitinteresse. Politiker von CDU und FDP waren nicht unter den Rednern. Copyright © Mindener Tageblatt 2008 |